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22.09.2009 | | Kabellose Infrastruktur WLAN über Nacht Ein ausgeklügeltes WLAN verwandelt das Münchner ICM über Nacht in eine riesige Spielwiese für Google-Developer. 500 Teilnehmer sollten über das öffentliche Funknetz gleichzeitig im Internet surfen und Daten austauschen können – selbstverständlich mit hoher Geschwindigkeit und das Ganze über Nacht implementiert.
Berge aus bunten Legosteinen zieren die Tische, gemütliche Riesensitzkissen, coole Sofas und Hocker laden zum Verweilen. Übersichtstafeln weisen den Weg zu Veranstaltungen wie Codelabs und Breakout-Sessions – und oben auf der Galerie warten Tischfußball und Wii auf das erste Match.
Wer an diesem 23. September das International Congress Center in München betritt, dem bietet sich ein ungewöhnlicher Anblick: statt den üblichen Kongressteilnehmern in Anzug und Kostüm, drängen Scharen junger Menschen in Jeans und T-Shirt zu den Registrierungstischen in der Lobby und warten darauf, endlich ihren Einlass-Badge zu bekommen. Mehr als 500 sollten es am Ende werden.
Google Developer Day 2008 heißt die Veranstaltung, die diese wundersame Transformation des ICM bewirkte – eine Einladung der Suchmaschine an all jene, die sich für die Weiterentwicklung von Google-Tools und Applikationen rund um das Internet interessieren. Einer der Stars auf der Veranstaltung: Chrome, der Web-Browser von Google.
Sitzkissen und Wireless-LAN für alle
Bunte Möbel, ein junges, cooles Publikum – optisch waren die Veränderungen unübersehbar. Doch auch im Hintergrund gab es für Google viel zu tun, um aus dem ICM für einen Tag das zu machen, weshalb so viele hierher gekommen waren: ein Entwicklungslabor, einen Hightech-Campus, eine Plattform zum Erfahrungsaustausch und zum Netzwerken.
Das wichtigste Tool der Veranstaltung funktionierte denn auch dezent im Hintergrund: ein für alle Teilnehmer und Referenten zugängliches Wireless-LAN, das eigens von Google für den Developer-Day mitgebracht und installiert wurde. So wurden alle Seminar- und Konferenzräume, aber auch die Lobby und die Google-Lounge flächendeckend vernetzt.
Hohe Anforderungen
Die Anforderungen an das WLAN waren enorm: 500 Teilnehmer sollten über das öffentliche Funknetz gleichzeitig im Internet surfen und Daten austauschen können – selbstverständlich mit hoher Geschwindigkeit. Für die Referenten sollte es ein separates Netz geben, mit Zugriff auf alle Vorträge und direktem Zugang zum Internet. Auch die Administration des gesamten Drahtlosnetzes sollte sauber vom Rest getrennt möglich sein.
1 WLAN, 3 VLANs und mehr als 450 User im Hotspot
Insgesamt 23 Lancom-Access-Points sowie spezielle Sektorantennen wurden in allen relevanten Bereichen des ICM installiert und sorgten für eine lückenlose Ausleuchtung der Konferenzräume. Zwei der Workshop-Räume wurden zudem per Funkbrücke angebunden, da sie über Kabel nicht erreichbar waren.
Ein WLAN-Controller vom Typ Lancom-WLC-4025 übernahm die gesamte Verwaltung des Wireless-LAN und stellte die saubere Trennung der Infrastruktur in drei Virtuelle-LANs (VLAN) sicher: eines für den Public-Internet-Hotspot für alle Teilnehmer, eines für die Referenten und ein Management-VLAN. Die auf dem Controller laufende Public-Spot-Option sorgte für einen sicheren und rechtskonformen Betrieb des Hotspots, auf dem sich am Veranstaltungstag mehr als 450 Teilnehmer mit ihren Laptops anmeldeten.
Für den Zugang zum Internet standen drei Leitungen zur Verfügung: für die Hotspot-User wurden zwei 20-MBit/s- beziehungsweise 34-MBit/s-Leitungen zusammengefasst und über einen Lancom-VPN-Router mit dem Internet verbunden. Damit stand jederzeit ausreichend Bandbreite für alle Teilnehmer zur Verfügung.
Für das Management-Netz sowie die Referenten wurde eine separate ADSL-16000-KBit/s-Leitung genutzt, die ebenfalls über den VPN-Router an das Internet angeschlossen war.
Konfiguration über Nacht
Die Vorbereitungen für den Google Developer Day waren minutiös geplant, für die Installation der Access-Points und des WLAN-Controllers vor Ort waren konkrete Zeitfenster vorgesehen – ebenso für die Konfiguration der komplexen Netzwerkinfrastruktur, die vom Lancom-Solution-Partner Lemontec IT Systems konzipiert wurde.
Dass sowohl Installation als auch Konfiguration problemlos, rasch und mit überschaubarem finanziellen Aufwand von statten gingen, lag an einer perfekten Arbeitsteilung: während die Geräte nach Vorgaben des Systemhauses vor Ort von Google-Mitarbeitern installiert wurden, wurde die Konfiguration des Netzes und der VLANs über eine VPN-Anbindung aus dem Lemontec-Büro in Barsbüttel bei Hamburg vorgenommen – über Nacht. Auch das Monitoring und die Verwaltung des Netzes übernahm Lemontec aus der Ferne. So stand einem reibungslosen Betrieb am Google Developer Day 2008 nichts im Wege.
Infrastruktur WLAN
- 23 Access-Points Lancom-L-54-Dual, Lancom-L-305agn und Lancom-L-54ag
- 10 Sektorantennen Airlancer-O-D80g
- 1 WLAN-Controller Lancom-WLC-4025 mit Public-Spot-Option
- 2 VPN-Router Lancom-1721-VPN
- 2 20-MBit/s- und 34-MBit/s-Leitungen für die Hotspot-User
- 1 ADSL-16000-KBit/s-Leitung für Referenten und Management | Druckansicht »
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